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Der Verein der Briefmarkensammler Dülken e.V.
- Eine Chronik über fast 60 Jahre Vereinsgeschichte -

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 11.05.2006

- Die Gründung -

Gleich nach Kriegsende schon trafen sich Dülkener Briefmarkensammler regelmäßig im Restaurant Aengeneyndt auf der Moselstr. 15 und am 4. Juni 1947 war es dann endlich so weit: der "Verein der Briefmarkensammler Dülken e.V. - gegründet 1947" erblickte das Licht der Welt. Von der Vereinsgründung im Jahre 1947 zeugt noch das Gründungsprotokoll!

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- 1947 bis 1956 -

Im Jahre 1947 betrug der Mitgliedsbeitrag 3,50 RM. Es gab 20 Gründungsmitglieder, von denen 19 noch namentlich bekannt sind: Alfons Born, Irmgard Born, Magda Diepers, Dr. Albert Eickhoff, Dr. Josef Eulenpesch, Werner Fürwentsches, Dr. Willi Gerats, Karl Giehlen, Karl Gottschalk, Karl Hauers, Willi Joosten, Robert Kaiser, Hans Michels, Joachim Roitsch, Willy Smellen, Michel van der Velden, Georg Venzke, Peter Weyers und Walter Wiemes.

Ebenfalls im Jahre 1947 trat der Verein in den BDP-NRW ein, der als erster deutscher Landesverband der Philatelisten nach dem 2. Weltkrieg 1946 mit Sitz in Duisburg gegründet worden war.

Nach der Währungsreform am 20.06.1948 geriet der Landesverband in Finanznot. Dülken zahlte einen Beitragsvorschuß in neuer DM-Währung ein. Als Vereine aus den Regierungsbezirken Köln und Aachen austraten, forderte Dülken den Vorschuß zurück und trat ebenfalls aus.

Schon bald nach der Vereinsgründung wechselte der Verein in die Gaststätte "Rheinischer Hof", Lange Str. 4. Auf der ersten Jahreshauptversammlung am 4. Februar 1948 wurde der Schriftführer und Kassierer Robert Kaiser von Willy Snellen abgelöst. Da Joachim Roitsch nach auswärts verzog, blieb das Amt des 2. Vorsitzenden bis 1952 unbesetzt.

Am 5. Januar 1949 fand das erste Winterfest im Vereinslokal mit Abendessen, Hasenhexen und viel Kurzweil statt.

Am 20. November 1949 löste sich der BDP-NRW durch Liquidation auf und es wurde ein neuer Landesverband, der "Verband der Philatelisten in Nordrhein-Westfalen" gegründet.

Im Jahre 1951 gab es eine Schattenbild-Vorführung mit dem Vorsitzenden Dr. Eulenpesch und am 3. Mai 1951 folgte eine Sommerfahrt mit Kaffee und Kuchen zum Wochenendhaus von Karl Gottschalk mit Kegeln in Amern zu Busch.

Im Jahre 1953 wurde Alfons Born zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.

Ein erster großer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die 1. Dülkener Briefmarken-Werbeschau vom 3. bis 5. März 1956 im Saal des Alten Bürgerhauses, Lange Straße / Venloer Straße. Hierzu gab es auch ein Sonderpostamt mit Sonderstemepel und der Verein legte einen Beleg und eine Ansichtskarte auf.

Im Jahre 1956 verstarb der Vorsitzende des Vereins, Dr. med. dent. Josef Eulenpesch im Alter von 60 Jahren. Neuer Vorsitzender (bis 1978) wurde Alfons Born.

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- 1957 bis 1966 -

Um dem Mangel an Tauschgelegenheiten abzuhelfen, wurde 1957 beschlossen, in Dülken je einmal im Quartal einen öffentlichen Tauschabend anzubieten.

Am 8. März 1958 fand der erste öffentliche Tauschabend statt, an dem auch der damalige Landesverbandsvorsitzende A. W. Bögershausen teilnahm und für den der Tausch- und Neuheitenwart Alfonst Reinold kräftig die Werbetrommel gerührt hatte. Einen Eintritt in den Landesverband lehnte die Mehrheit der Mitglieder allerdings ab.

Vom 11. bis 13. März 1961 präsentierte sich der Verein auf der 2. Dülkener Briefmarken-Werbeschau. Gezeigt wurden Ländersammlungen aus allen fünf Kontinenten. Dabei war auch die Nr. 1 von Großbritannien, die älteste aufklebbare Briefmarke der Welt. Ferner waren zu sehen "Altpersien bis 1900", "Australische Staaten", "USA bis 1900" aber auch "die Blöcke der Arabischen Republik".

Da die Dülkener Sammler nicht dem Verband angehörten, konnten sie ihre Sammlungen nicht auf Wettbewerbsausstellungen zeigen. Dies änderte sich, als Mitte März 1963 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Beitritt zum Landesverband, der am 1. April 1963 vollzogen wurde, beschlossen wurde.

Im Jahre 1965 hatte der Verein vierzehn aktive Mitglieder. Im Februar verstarb Willy Snellen, der 17 Jahre lang Schrift- und Kassenwart war. Ebenfalls kurz zuvor waren Dr. Albert Eickhoff, Karl Hauers und Wilhelm Herbrandt. Auf der Jahreshauptversammlung wurde das Thema "Eingliederung von Passiven" diskutiert und der Beschluß gefaßt, auch Sammler aus Viersen, Süchteln und Waldniel zu Vollmitgliedern zu machen. Die Sommerfahrt führte nach Schloß Harff-Kaster, Zons.

Bei der Jahreshauptversammlung 1966 zählte der Verein 38 Vollmitglieder. Die Sommerfahrt ging in diesem Jahr zur Kernforschungsanlage Jülich.

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- 1967 bis 1967 -

Auf der für September 1967 - anläßlich des 20-jährigen Bestehens - geplanten Rang 3 Wettbewerbsausstellung sollte der Verein genau 11 (ein Dülkener Dutzend) Motivsammlungen aller Art vorführen. Heinz de Bruyn entwarf einen Sonderstempel, der das Dülkener Schöffensiegel von 1400 zeigte. Insgesamt wurden 28 Sammlungen der Öffentlichkeit präsentiert, die von mehr als 500 Besuchern bewundert wurden. Die Sommerfahrt ging zum Hafen und Zoo in Duisburg

Die Sommerfahrt 1968 führte in den Westfalenpark mit Orchdeenschau in Dortmund.

Die Sommerfahrt 1969 ging zur Heilig-Geist-Kirche in Emmerich.

Am 13. April 1970 gründete der Vorsitzende des Hülsener Vereins mit Willich, Krefeld und Kempen und einigen weiteren Vereinen eine "Arbeitsgemeinschaft der Philatelisten Linker Niederrhein" ("ALN"), die alle anderen Vereine am linken Niederrhein zum Beitritt aufforderte und eine Rahmenausleihe anbot.

Auf der ALN-Sitzung 1971 in Dülken wurde eine Satzung vereinbart, wobei die Dülkener Bedingungen (nur Vereine können Mitglied werden, die Vertretung erfolgt durch Delegierte, jeder Verein hat drei Stimmen, die Stimmen können nicht übertragen werden) erfüllt wurden und der Dülkener Verein der ALN beitrat. Vom 19. bis 21. Juni fand in Dülken der "Rheinische Bäckertag" statt, wozu ein Sonderumschlag, ein Sondereinschreibzettel und ein Sonderstempel aufgelegt wurden. Außerdem führte der Dülkener Verein einen Tauschtag durch, der sehr gut besucht war und einen schönen Überschuß für die Vereinskasse brachte. Der Verein hatte 35 Mitglieder.

1972 wurde aus Anlaß des 25. Vereinsjubiläums die 2. Dülkener Briefmarkenausstellung im Rang 3 durchgeführt. Heinz de Bruyn entwarf auch diesmal den Sonderstempel für das Sonderpostamt. Gezeigt wurden 37 Sammlungen, darunter 10 Motiv- und drei Jugendsammlungen. Die Arge "Deutsche Motivsammler-Vereinigung" hielt ihre Arbeitstagung ab. Insgesamt kamen nur 400 Besucher zur Ausstellung. Der gemeinsame Ausflug führte zum Museumsdorf Kommern/Eifel.

Nach der Ausstellung im Jahre 1972 wollten acht Jugendliche eine Gruppe im Verein bilden, was vom Vorstand gebilligt wurde. Das erste Treffen fand am 26. Januar statt. Am 19. März 1973 wurde die Satzung der ALN, die bis heute gilt, einstimmig angenommen. Im Juli trat die Dülkener Jugendgruppe dem "Landesring NRW der deutschen Philatelistenjugend" bei. Vom 31. Mai bis 3. Juni 1973 fand die 1. Niederrheinische Hobby-Sammlerbörse in Viersen statt: der Verein ergriff die Gelegenheit zu einer ersten Briefmarken-Werbeschau außerhalb Dülkens.

1974 bestand der Vorstand aus Alfons Born, Helmut Sartigen, Alfred Brey, Josef Weyer, Alfons Reinold und Bruno Grützmacher. Die Vereinsabende wurden von etwa 12 - 15 Mitgliedern besucht. Am 2. Mai nahmen erstmals auch acht Münzsammler teil, die sich dem Verein lose anschlossen. Der Verein nahm an der 2. Hobby-Börse in Viersen teil.

Im Jahre 1975 war der Verein an der 3. Hobby-Börse in Viersen beteiligt. Der Verein zählte 45 Mitglieder. Für sein Buch "Das Postwesen am Linken Niederrhein" gab es für den Sammlerfreund und Stadtarchivrat Ferdinand Dohr am 14. Oktober einen Empfang im Vereinslokal, an dem Bürgermeister H. W. Gerke, Vertreter der Oberpostdirektion, des Landesverbandes und der ALN teilnahmen. Der Verein ernannte ihn zum Ehrenmitglied und vom Landesverband erhielt er eine Verdienstmedaille.

1976 fand im Rahmen der 4. Hobby-Börse in Viersen erstmals eine Werbeschau der "Arbeitsgemeinschaft der Philatelisten Linker Niederrhein" (ALN) statt.Gezeigt wurden 129 Rahmen und es gab ein Sonderpostamt mit Sonderstempel.

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- 1977 bis 1986 -

Auf der 5. Hobby-Börse in Viersen, die 1977 im Gebäude der Stadtsparkasse an der Hauptstraße statt fand, führte der Verein eine "Werbeschau für Briefmarken- und Münzfreunde" durch. Etwa 500 Besucher hatten sich in die Besucherlisten eingetragen.

Das Jahr 1977 bedeutete einen weiteren Höhepunkt in der Vereinsgeschichte, denn zum 30-jährigen Vereinsjubiläum wurde am 5. und 6. November 1977 im Saal des Kolpinghauses am Domhof eine Briefmarkenschau veranstaltet, in der 20 Sammlungen in 60 Rahmen gezeigt wurden. In diesem Jahr hatte der Verein 43 Mitglieder. Zu berichten ist auch vom Tod des Ehrenmitglieds Ferdinand Dohr.

1978 wurde Wolfgang Maaßen zum 1. Vorsitzenden gewählt und unter seiner Leitung fand am 24. September 1978 im Evangelischen Gemeindehaus in Viersen der "Niederrheinsche Großtauschtag" statt. Dieser Großtauschtag wurde vom Landesverband als "überregional" anerkannt und es nahmen neben den ALN-Vereinen auch Sammler aus dem Ruhrgebiet, dem Raum Düsseldorf, dem Raum Köln/Bonn und sogar aus den Niederlanden und Belgien teil. Insgesamt beteiligten sich 400 Sammler. Zeitgleich fand ein Seminar des Landesverbandes statt. In diesem Jahre war Alfons Born - auf Vorschlag von Altfrid Brey - auf der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden gewählt worden.

Im Jahre 1979 verfügte der Verein über 65 Mitglieder. Ab 1979 lebten auch die Winterfeste wieder auf. Die Sommerfahrt führte nach Xanten.

Auf der Jahreshauptversammlung im Februar 1980 trat Wolfgang Maaßen zurück und Wolfgang Brungs wurde sein Nachfolger als 1. Vorsitzender.

Im Jahre 1983 verfügte der Verein über 55 Mitglieder.

1984 schon hatte der Vereins über 70 Mitglieder. Es wurden ca. 22 Tauschabende im Jahr durchgeführt. Der Versuch, einen dritten Tauschabend im Monat in der Viersener Gaststätte "Zum Stadtbad" abzuhalten, scheiterte an der mangelnden Beteiligung. Im Oktober wurde in Viersen ein Großtauschtag durchgeführt.

Im August 1985 fand in der englischen Partnerstadt Peterborough eine "Viersener Woche" statt. Auch Vertreter des Vereins fuhren dort hin und stellten einige Sammlungen aus. Es wurde Kontakt zum dortigen Verein, die "Peterborough und District Philatelic Society" geknüpft. Am 15. November fand im Dülkener Kolpinghaus die 1. ALN-Auktion - mit gut 1.000 Losen - statt.

Im Jahre 1986 wurde im Rahmen der 13. Hobby-Börse in Viersen eine Motivschau mit 30 Rahmen zum Thema "50 Jahre Tag der Briefmarke" durchgeführt. Im August kamen einige Briefmarkenfreunde zum Gegenbesuch, als es ein "Peterborough-Wochenende" in Viersen gab.

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- 1987 bis 1996 -

Der Höhepunkt des Jahres 1987 war im Mai der Briefmarken-Salon "120 Jahre Norddeutscher Postbezirk", bei dem auch zehn Sammler aus der französischen Partnerstadt Lambersart bei Lille zu Besuch kamen. Der Verein konnte mit dem Salon sein 40. Jubiläum gebührend feiern und freute sich über fast 700 Besucher.

1989 fuhren 10 Mitglieder des Vereins zum Gegenbesuch nach Lambersart, um die Ausstellung "200 Jahre französische Revolution" zu sehen. In diesem Jahre hatte der Verein 61 Mitglieder.

Ab 1991 stellte die Stadt Viersen dem Verein das Süchtelner Bürgerhaus (genannt "Weberhaus") im Oktober jeden Jahres für einen Großtauschtag zur Verfügung, zu dem immer ca. 300 Besucher kamen.

Im Jahre 1992 fand die 8. ALN-Auktion im Dülkener "Bürgerhaus" statt, wobei ca. 1.000 Lose besichtigt werden konnten. Es bestätigte sich der Trend der letzten Jahre, daß die Ausrufpreise immer niedriger wurden. Besonders Erbschafts-Ländersammlungen wurden quasi verschleudert, wenn Spitzenwerte fehlten.

1994 brachte Anita Heidler aus Grefrath die Idee "40 Prozent Frauen in den Vereine, wie in Holland" auf. Da viele Frauen Motivsammlerinnen sind, konnte so ein neues Mitgliederpotential erschlossen werden.

Mitte der Neunziger Jahre zählte der Verein ca. 70 Mitglieder.


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- 1997 bis heute -

Zum 50-jährigen Bestehen des Vereins wurde vom 7. bis 8. Juni 1997 ein Großtauschtag mit Briefmarkenausstellung und "Offener Klasse" mit 120 Doppelrahmen im Bürgerhaus Dülken gefeiert. Außerdem gab es eine Sonderschau "Wie Frauen sammeln" und einen Festabend im Vereinslokal "Kolpinghaus". Der Verein zählte in diesem Jahre 67 Mitglieder.

... wird fortgesetzt ...

Am 27. April 2005 begann für den Verein das Internetzeitalter. Die Homepage wurde mit Hilfe der Fachstelle Öffentlichkeitsarbeit / neue Medien unseres Landesverbandes erstellt.

22.09.2005: heute konnten wir den 250. Besucher auf unserer Homepage begrüßen!

11.05.2006: heute konnten wir den 500. Besucher auf unserer Homepage begrüßen!

... wird fortgesetzt ...


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